Familienpsychologische Begutachtung

 

 

Die Tanderm Praxengemeinschaft erstellt psychologische Sachverständigengutachten im familienrechtlichen Bereich ausschließlich im Auftrag von Gerichten.

 

Die Teilnahme an der Begutachtung ist freiwillig. Die Informationen, die während der Begutachtung erhoben werden, unterliegen der Schweigepflicht. Eine Ausnahme bilden die Inhalte, die für die Beantwortung der gerichtlichen Fragestellung relevant sind.

 

Ortsnähe

 

Durch das bundesweite Qualitätsnetzwerk mit unterschiedlichen psychologischen und interdisziplinären Praxen und Sachverständigen wird in den jeweiligen Regionen die Ortsnähe zu der Begutachtung gewährleistet. So haben die an der Begutachtung beteiligten Personen keine langen Anfahrtswege.

 

Vier-Augen-Prinzip

 

Jeder Sachverständige der Praxis Tandem wird nach dem Vier-Augen-Prinzip in einem Tandem durch ein Qualitätssicherungsteam begleitet, das den begutachtenden Sachverständigen dabei unterstützt, fehlerfreie, logisch strukturierte und argumentativ schlüssige Gutachten zu erstellen.

 

Somit gewährleistet die Praxis Tandem familiengerichtliche Gutachten, die die folgenden Kritierien erfüllen:

 

  • korrekte Anwendung von Theorien und Erkenntnissen aus der aktuellen Erziehungsforschung

  • Einhaltung der für familiengerichtliche Gutachten geltenden Richtlinien

  • wissenschaftliche und gleichzeitig für alle Betroffenen verständliche Sprache

  • schlüssige und nachvollziehbare Argumentation, die in eine eindeutige Beantwortung der gerichtlichen Fragestellung mündet

 

Qualitätssicherung

 

Das Qualitätssicherungsteam der Praxis Tandem orientiert sich an den Richtlinien für die Erstellung psychologischer Gutachten der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen, die dem Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) vorgeschaltet ist, sowie an den Empfehlungen der Arbeitsgruppe für Qualitätsstandards für psychologische Gutachten der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGP).

 

 

Ablauf der familienpsychologischen Begutachtung

 

Alle am familiegerichtlichen Prozess beteiligten Parteien werden in die Begutachtung mit einbezogen. Dies betrifft vor allem die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Verfahrensbeistand.
 

Die Begutachtung läuft wie nachstehend ab:

 

1. Nach Auftragseingang beginnt der Sachverständige mit dem Aktenstudium.

 

Dabei erstellt der Sachverständige eine kurze Zusammenfassung (max. 2 Seiten), welche Informationen aus der Akte enthält, die für die Beantwortung der gerichtlichen Fragestellung notwendig sind.

 

2. Anschließend erfolgen Gespräche und testpsychologische Untersuchungen.

 

Diese können in den Praxisräumen oder auch am Aufenthaltsort der zu begutachtenden Person stattfinden. Die individuellen Bedürfnisse spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Gespräche und die testpsychologischen Untersuchungen finden, soweit es dem zu untersuchenden Elternteil und/oder den Kindern zuzumuten ist, an einem Termin statt. Dies erlaubt, die notwendigen Untersuchungen auf wenige Termine zu reduzieren. Die geführten Gespräche werden, mit dem Einverständnis der Eltern, aufgezeichnet, um das Gesagte später nachvollziehen zu können.

 

3. Danach erfolgen (je nach Fragestellung) ein oder mehrere Hausbesuche, bei denen die Eltern oder der Erziehungsberechtigte, im Umgang mit den Kindern beobachtet und videografiert werden.

 

4. Im weiteren Verlauf werden – mit der Einverständniserklärung der Eltern/des Erziehungsberechtigten – Gespräche mit Personen geführt, die weitere wichtige Informationen für die Beantwortung der gerichtlichen Fragestellung geben können.

 

5. Unabhängig von der ursprünglichen Planung wird die Untersuchung beendet, sobald ausreichend Informationen zur Verfügung stehen, um die gerichtliche Fragestellung zu beantworten.

 

 

Schwerpunkte bei der Begutachtung

 

Bei der Begutachtung legen unsere Psychologen besonderen Wert auf die Berücksichtigung und Bewertung der bestehenden Bindungen und Beziehungen sowie auf die Kontinuität und Stabilität dieser.

 

Der Sachverständige analysiert anhand von Beobachtungen und psychologischen Tests, neben dem Entwicklungsstand des Kindes, welche Anforderungen es an seine Erziehungsumwelt stellt und worin im Rahmen des rechtspsychologischen Fragestellung sein persönlicher Wille besteht.

 

Bei der Begutachtung der Kindeseltern steht das Konfliktniveau zwischen den Elternteilen, die Kommunikationsbereitschaft und -fähigkeit sowie die Realisierbarkeit und Kindeswohldienlichkeit der Zielvorstellungen im Vordergrund.

 

Des Weiteren untersucht der Sachverständige, inwieweit die Elternteile in der Lage sind, das Kind kindgerecht zu versorgen und zu fördern. Auch die Ausgleichbarkeit bestehender Defizite durch Unterstützungsangebote und bestehende Risiken und Schutzfaktoren werden geprüft.

 

 

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